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Historisch erotische Literatur - Anspruch und Wirklichkeit

Solange ich denken kann, habe ich mich für Geschichte interessiert. Und vom Interesse für Gechichte bis zu dem Moment, wo man das, was man gelesen und gesehen hat auch in die Bücher einfließen lassen will, ist natürlich kein weiter Weg.

In meiner Schulzeit habe ich es immer ganz besonders bedauert, wenn Geschichtslerern nicht mehr eingefallen ist, als zu sagen "Lest für nächste Stunde die Seite 67." Und das war´ s dann. Und wie sollen Jugendlich dann erfahren, dass Geschichte das Spannendste überhaupt ist?

Für mich ist wichtig, mich in die jeweilige Zeit versetzen zu können. Sozusagen Kontakt aufzunehmen mit den Menschen, wie sie dachten, wie der Alltag aussah.

Wie spannend heutzutage Führungen durch Schlösser sind, wenn man plötzlich hinter die hochherrschaftlichen Kulissen blicken kann.

Mein größter Anspruch ist allerdings, dass meine Leser sich auf das verlassen können sollen, was ich schreibe.

In meinem aktuellen Roman geht die Heldin zum Beispiel zu einer Postannahmestelle im England des Jahres 1803. Es ist kurz vor 17:00 Uhr und der Mann in dem Laden sagt ihr, dass sie Glück hat, er habe gerade schließen wollen.

Dies ist das Ergebnis meiner Recherche: Die Postannahmestellen damals haben um 17:00 Uhr die Pforten geschlossen.

Dabei macht gerade diese Recherche auch einen Riesenspaß. Vor allem, wenn man Fakten entdeckt, die liebgewonnene Vorurteile in den Papierkorb wandern lassen. Oder, wenn man den Kopf zu schütteln beginnt über die Winkelzüge der Geschichte.

So, jetzt habe ich genug über Geschichte geplappert. Jetzt darf ich euch einladen, mit mir gemeinsam einzutauchen in jenes Abenteuer.