
Über mich
Interview mit der Autorin
F: Wie lange schreiben Sie schon?
A:Ungefähr seit ich acht oder neun bin. Zuerst mit der Hand. Dann habe ich die Adler- Reiseschreibmaschine meines Vaters enteckt.
F: Wann haben Sie den ersten Verlag kontaktiert?
A: Nun ... Da war ich so zwölf oder dreizehn. Teilweise habe ich denen handschriftliche Manuskripte geschickt, Porto vom Taschengeld. Später habe ich dann Blaupausen gemacht. Fischer, Rowohlt etc. Und die waren immer so nett und haben sie wieder zurückgeschickt!
F: Warum das?
A: Seltsamerweise habe ich damals nur Absagen bekommen. (Lacht)
F: Mit welcher Begründung?
A: Tja, es hieß immer, das Manuskript passe nicht ins Verlagsprogramm. (Lacht)
F: Kann man ja gar nicht verstehen ...
A: Nee. Gell?
F: Gut, mittlerweile hat sich das Verhalten der Verlage ja offensichtlich geändert ...
A: Ja.. Aber das, was ich schreibe auch. (Lacht wieder)
F: Wann haben Sie eigentlich Ihren ersten erotischen Roman geschrieben?
A: Das war so vor drei oder vier Jahren. Einen Mittelalter- Roman. Aber den wollte irgendwie auch keiner. Auch die "Anwaltshure" war nur schwer unterzubringen.
F: Hat blue panther books da gleich zugegriffen?
A: Ja, nachdem ich mit der Leseprobe in Frankfurt bei der Buchmesse hausieren gegangen war.
F: Ein empfehlenswerter Schritt für Autoren?
A: Für mich schon.
F: Warum war es so schwer, einen Verlag zu finden, wo sich die "Anwaltshure" ja offensichtlich sehr gut verkauft?
A: Na, ja. Es ist halt ein enormes wirtschaftliches Risiko, einen Roman von einer vollkommen unbekannten Autorin zu bringen. Den Mut haben große Verlage halt ganz oft nicht.
F: Was unterscheidet blue panther books von anderen Verlagen?
A: Zuallererst die Offenheit. Ich kann dort schreiben, wie ich mag. Man akzeptiert die direkte und geile Sprache, die ich verwende, und die viele schockiert. Aber ich nenne "Ficken" halt gerne "Ficken". Das schreckt viele ab.
F: Sie schreiben ja nicht nur Hetero- Stories, Sie schreiben auch Gay- Sachen. Wie kam es dazu?
A: Also ... hmmm ... Ich bin ein Fan von Gay- Mangas ... Und da hat mich eine befreundete Verlegerin gefragt, ob ich nicht mal was aus dem Bereich Gay schreiben wolle. Habe ich abgelehnt, weil ich mir´ s nicht zugetraut habe.
F: Und dann?
A: Sie war sehr geschickt und hat mir gesagt, ich solle erst mal eine Kurzgeschichte machen. Für eine Anthologie. Und da war ich dann "angespitzt".
F: Dabei ist es aber nicht geblieben ...
A: Nein. Ich habe dann Blut geleckt. Ich hatte die Idee für "Amour Fou" und da der Verlegerin "Yukio" gefallen hat ...
F: "Yukio" ist mittlerweile auch erschienen?
A: Ja, in diesem Frühjahr. In der Anthologie "Gayheimnisse".
F: Also wechseln Sie immer ab? Gay und Hetero?
A: Ja. Das macht dann viel mehr Spaß.
F: Gay ist eine Nische, oder nicht?
A: Ganz klar: Ja. Aber schwer im Kommen. Ich habe es ja selbst gemerkt. Wenn man mit jemandem drüber redet, heißt es: Wie? Zwei Typen? Ist nicht dein Ernst. Dann schreibt man was und hoppla ... die Leute lesen es und sagen auf einmal: Wow, das ist echt scharf! Ich sage halt: Ein appetitlicher Typ ist gut, zwei sind besser!
F: Was wird Ihre nächste Veröffentlichung sein?
A: Die "Anwaltshure 3" bei blue panther books im März.
F: Na- Da freuen wir uns! Danke für das Gespräch!
A: Immer gerne!



